Der Absturz des Fredi Bobic - Relegation statt Euroleague-Finale

14.05.2022

 

Im letzten Sommer verließ Fredi Bobic nach fünf erfolgreichen Jahren als Sportvorstand auf eigenen Wunsch vorzeitig die Frankfurter Eintracht, um aus persönlichen Gründen als Geschäftsführer zu Hertha BSC zu wechseln. Gepampert von den Windhorst-Millionen strebte der Hauptstadt-Club endlich nach Höherem: endlich wieder die Nr. 1 in Berlin zu werden und zumindest an der Tür nach Europa zu klopfen.

Knapp zwölf Monate später, nach zahlreichen personellen Rochaden im sportlichen Bereich und endlosen Querelen mit Lars Windhorst, dem Chef von Hauptinvestor Tennor, ist Hertha BSC zum Saisonabschluß auf den Relegationsplatz abgestürzt. Pikanterweise im Fernduell mit dem VfB Stuttgart, einem früheren Arbeitgeber von Bobic.

Auch Bobic hat es in seiner bisherigen Amtszeit nicht geschafft das bereits von Jürgen Klinsmann angeprangerte Führungschaos im selbsternannten Berliner Hauptstadt-Club zu beenden. Im Gegenteil – Hertha spielte die schwächste Saison seit dem Wiederaufstieg 2013. Und sein ehemaliger Verein Eintracht Frankfurt hat die in Bobics Amtszeit entfachte Europa-Euphorie in dieser Saison zu einem neuen Höhenflug auf internationaler Ebene geführt.

Am 18. Mai trifft die Frankfurter Eintracht im Euroleague-Finale in Sevilla auf die Glasgow Rangers. Mit einem Sieg würde sich die Eintracht für die Champions-League qualifizieren und Hertha BSC ? Ein Zweitliga-Szenario nicht mehr unvorstellbar. Auch wenn es der Hertha noch gelingen sollte den „worst case“ zu vermeiden, Fredi Bobic zählt zu den größten Verlierern in dieser Saison.

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