Das Schwächen der Konkurrenz hat bei den Bayern System

01.09.2021

 

 

Der FC Bayern München hat kurz vor Ende der Wechselfrist Marcel Sabitzer von Ligakonkurrent RB Leipzig verpflichtet. Er ist damit nach Trainer Julian Nagelsmann und Abwehrspieler Dayot Upamecano der dritte Akteur den die Münchener innerhalb einer Transferperiode vom amtierenden Vizemeister und direkten Konkurrenten RB Leipzig verpflichten.

Leipzig ist hierzulande nicht das erste „Opfer“. Die Konkurrenz zu schwächen und dort viel Unruhe auslösen ist ein altbekanntes immer wieder zu beobachtendes Muster bei den Bayern, getreu ihrem Motto „Mia san Mia“. Diese Erfahrung machten in der Vergangenheit nahezu alle deutschen Bundesliga-Teams, die sich kurzzeitig mal auf sportlicher Augenhöhe mit den Bayern befanden:

  • Karlsruher SC (Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Michael Sternkopf)
  • Borussia Mönchengladbach (Kalle Del'Haye, Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Patrick Anderson, Dante, Trainer Jupp Heynckes)
  • 1. FC Kaiserslautern (Bruno Labbadia, Ciriaco Sforza)
  • VfB Stuttgart (Giovanni Elber, Mario Gomez) Werder Bremen (Miroslav Klose, Trainer Otto Rehagel)
  • Bayer 04 Leverkusen (Michael Ballack, Zé Roberto, Lucio)
  • Borussia Dortmund (Robert Lewandowski, Mario Götze, Mats Hummels)
  • 1899 Hoffenheim (Rudy, Süle)

Zwar geizten die Münchener nicht bei den Ablösesummen (z.B. 30 Mio. DM für Mario Gomez), entscheidend war jedoch, dass alle Vereine den sportlichen „Adlerlass“ in der Folgezeit nur sehr schwer kompensieren konnten. Aus zwischenzeitlichen Konkurrenten waren wieder "Mitläufer" geworden.

Für die Spannung in der neuen Saison bleibt nur zu hoffen, dass dieses Mal alles anders wird. Ansonsten gibt es ja noch die zweite Liga, die einen interesanten Aufstiegskampf erwarten lässt.

Quelle: sport-branchenbuch.de

 


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