Folgen Sie uns auf Facebook Folgen Sie uns auf Twitter
 

Sportinformationen, Sportberichte, Sportnews

gewählte Suchbegriffe: Sport Recht
Zu Ihrer Suchanfrage wurden mehr als die 50 angezeigten Ergebnisse gefunden.
Diese Suche verfeinern/verändern.

Suchergebnisse Sportinformationen, Sportberichte, Sportnews

14.01.2020

Deloitte Football Money League

FC Barcelona erstmals an der Spitze, Bayern und Dortmund verteidigen ihre Plätze und Schalke klettert nach oben.

Die mittlerweile 23. Ausgabe der Football Money League von Deloitte wartet mit Superlativen auf: In der Saison 2018/19 hat mit dem FC Barcelona zum ersten Mal ein Club einen Gesamtumsatz (ohne Transfererlöse) von über 800 Millionen Euro erwirtschaftet. Insgesamt belaufen sich die Umsätze der 20 finanzstärksten Fußballclubs auf 9,3 Milliarden Euro – das ist nicht nur eine Steigerung von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sondern auch ein neuer Rekord.

„Die Clubs der Football Money League sind auf gutem Weg in naher Zukunft die 10-Milliarden-Euro-Grenze zu durchbrechen“, sagt Stefan Ludwig, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. „Wir haben allerdings beobachtet, dass sich innerhalb der Top 20 eigene Mini-Ligen bilden – so setzen sich beispielsweise die finanzstärksten Clubs immer weiter ab. Für einen Platz in den Top 7 mussten die Clubs in der Saison 2018/19 mehr als 600 Millionen Euro erwirtschaften – Neapel auf Platz 20 müsste seinen Umsatz also mindestens verdreifachen um finanziell vorne mitspielen zu können.“

An der Spitze sind die Zahlen noch beeindruckender: Auf Platz 1 landet erstmals in der Geschichte des Deloitte-Rankings der FC Barcelona mit einem Gesamtumsatz von 840,8 Millionen Euro und löst damit Vorjahreschampion Real Madrid mit 757,3 Millionen Euro ab. Manchester United verteidigt Platz 3 und durchbricht mit einem Gesamtumsatz von 711,5 Euro erstmals die 700-Millionen-Euro-Grenze.

„Die größte Erlösquelle waren auch in der Saison 2018/19 die Medienrechte, sie machten 44 Prozent der Gesamtumsätze aus“, erklärt Kim Lachmann, Senior Manager in der Sport Business Gruppe bei Deloitte. „Allerdings haben die einzelnen Clubs hier nur einen geringen direkten Einfluss. Der aktuelle Spitzenreiter Barcelona hat seinen finanziellen Erfolg einer Strategie zu verdanken, die auf mehr Eigenständigkeit setzt: Barca hat die Zugkraft der eigenen Marke erkannt und kümmert sich nun selbst um Merchandising und Lizenzierung statt wie bisher auf externe Anbieter zu setzen. Das verschaffte den Katalanen deutliche Zuwächse bei den kommerziellen Erlösen. In diesem Bereich punktet übrigens traditionell der FC Bayern.“

Die Münchner können mit einem Gesamtumsatz von 660,1 Millionen Euro nicht nur ein Umsatzplus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, sondern auch Platz 4 im Ranking zum vierten Mal in Folge verteidigen. Mit 54 Prozent machten die kommerziellen Erlöse erneut den Großteil des Umsatzes aus. Die Spieltagerlöse gingen dagegen leicht zurück (- 11 Prozent). Ein deutliches Plus gab es bei den Medienerlösen (+20 Prozent). Der Club profitierte nicht nur von den Medienrechten der Bundesliga, sondern auch von den gestiegenen UEFA-Ausschüttungen – obwohl für den FC Bayern in der UEFA Champions League 2018/19 bereits im Achtelfinale und damit früher als in der Vorjahressaison Schluss war.

Die Königsklasse spielt auch für die Zukunft der Bayern in der Football Money League eine wichtige Rolle: Zwar hat sich der Abstand zwischen Manchester United auf Platz 3 und den Münchnern in der Saison 2018/19 von 36,6 auf 51,4 Millionen Euro vergrößert, aber durch die verpasste Qualifikation fehlen dem englischen Rekordmeister in der aktuellen Saison wichtige Einnahmen aus der lukrativen Champions League. Bei einem guten Abschneiden des FC Bayern in der laufenden Champions-League-Saison, besteht für den Club die Möglichkeit nach fünf Jahren wieder in die Top 3 der Football Money League zurückzukehren.

 

Auch für den BVB war die Teilnahme in der Champions League 2018/19 ein entscheidender Wachstumstreiber. Von den insgesamt 59,9 Millionen Euro (19 Prozent) Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr gehen allein 45 Millionen auf UEFA-Zahlungen durch das Erreichen des Achtelfinales in der Champions League zurück. Mit einem Gesamtumsatz von 377,1 Millionen Euro konnten die Borussen bereits zum dritten Mal in Folge Platz 12 in der Football Money League verteidigen. Dank des 2020 in Kraft tretenden neuen Ausstatter-Deals mit Puma sowie einer Reihe von neuen Partnerschaften, hat der BVB auch in der kommenden Ausgabe des Umsatzrankings gute Chancen, seinen Platz zu behalten. Für einen Aufstieg wäre der Club auf eine gute Performance in der aktuellen Champions-League-Saison angewiesen.

FC Schalke 04: Die Gelsenkirchener haben mit einem Gesamtumsatz von 324,8 Millionen Euro den Sprung in die Top 15 geschafft. Hintergrund ist die Rückkehr des Clubs in die Champions League nach einer vierjährigen Abwesenheit. Die UEFA-Zahlungen aus Medienrechten sowie Steigerungen aus den Medienerlösen der Bundesliga spülten zusätzliche 70,1 Millionen Euro in die Clubkasse, insgesamt kommen die Knappen in diesem Bereich auf 161,1 Millionen Euro. Ohne Qualifikation für UEFA-Turniere in der Saison 2019/20 wird es schwierig für den FC Schalke 04, diese Platzierung in der Football Money League zu halten. Den Top 20 bleibt der Club aber voraussichtlich erhalten, denn die Königsblauen haben sich für die Saison 2019/20 mehrere neue oder ausgeweitete Partnerschaften und Sponsorings gesichert. Zusätzlich sorgt die langjährige Partnerschaft mit Gazprom für Stabilität. Die kommerziellen Erlöse, die über ein Drittel (110,1 Millionen Euro) des Umsatzes ausmachen, sind eine klare Stärke –Schalke erwirtschaftet hier etwa das Doppelte wie die Plätze 16 bis 20 in der Football Money League.

Merchandising als Säule des Marketings: Für die Bundesliga fast Tradition Medienerlöse und die UEFA-Ausschüttungen waren auch in der Saison 2018/19 für die meisten Teams im Ranking die wesentlichen Umsatztreiber. „Die Bundesligaclubs haben aktuell von dem neu in Kraft getretenen nationalen Medienrechtevertrag profitiert“, erklärt Stefan Ludwig. „Trotzdem sind die Medienerlöse hierzulande nicht so üppig wie beispielsweise in Spanien oder England. Die deutschen Clubs im Ranking sind traditionell stark bei den kommerziellen Erlösen und setzen schon lange auf Eigenständigkeit bei der Vermarktung der eigenen Marke – also genau auf die Strategie, die der FC Barcelona nun ebenso neu wie erfolgreich für sich entdeckt hat.“ „Ein stärkerer Fokus auf die Zugkraft der eigenen Marke, kann sich für die Clubs auszahlen“, bestätigt Kim Lachmann. „Das zeigen auch die Ergebnisse unserer aktuellen Analyse zum Thema Merchandising:

87 Prozent der von uns befragten Clubs erwarten im kommenden Jahr eine positive Umsatzentwicklung beim Merchandising. Bei den Käufern planen sogar 92 Prozent in den nächsten zwölf Monaten gleich viel oder mehr Geld für Fanartikel auszugeben.“

Zudem zeichnet es sich ab, dass der Frauenfußball bei den europäischen Topclubs eine zunehmend prominentere Rolle spielt. Dieser hat das Potenzial, neue Zielgruppen zu erschließen und andere Marketingziele zu unterstützen. „Der Frauenfußball bietet noch jede Menge Möglichkeiten für die Clubs. Die Entwicklung hier verspricht spannend zu werden – und kann sich auch über eine ganzheitliche Markenbildung früher oder später auf die eigene finanzielle Performance auswirken“, bilanziert Stefan Ludwig.

Quelle: deloitte.de

11.12.2019

Esther Henseleit: Senkrechtstarterin der Golfszene

Senkrechtstarterin, anders kann man Esther Henseleit eigentlich gar nicht umschreiben. Die 20 Jahre alte Hamburgerin gilt schon lange als das größte deutsche Golftalent. Ihr erstes Jahr auf der Ladies European Tour (LET) hat den Hype um die Nachwuchshoffnung vom Hamburger Golf-Club Falkenstein nicht gerade kleiner werden lassen: Mit neun Top-Ten-Platzierungen, darunter viermal der zweite Rang, und nicht zuletzt ihrem ersten Turnisersieg am vergangenen Wochenende bei den Magical Kenya Open sicherte sich Henseleit in ihrer Debüt-Saison den LET-Gesamtsieg. Das war vor ihr erst zwei Spielerinnen gelungen.

Quelle: ndr.de

27.11.2019

Welche Lehren lassen sich aus den ATP-Finals ziehen?

Die ATP-Finals 2019 sind Geschichte. Der Grieche Stefanos Tsitsipas krönte sich in einem packenden Duell gegen Dominic Thiem zum „inoffiziellen Weltmeister“. Die ATP Finals gelten hinter den vier Grand Slam Turnieren zu den wichtigsten Events des Tennisjahres. Regelmäßig treten hier die besten der Welt gegeneinander an. Wir blicken auf das Turnier in London und schauen, welche Lehren sich aus den ATP Finals 2019 ziehen lassen.

 

Die „inoffizielle Weltmeisterschaft“

Traditionell spielen bei den ATP Finals die besten acht Profis der Weltrangliste in einem Turnier gegeneinander. Die aktuelle Weltrangliste findet man unter anderem im Tennis Magazin. Da hier die besten Tennisspieler des Jahres zusammenkommen, werden die ATP Finals häufig auch als inoffizielle Weltmeisterschaft im Tennis bezeichnet. Die acht Spieler werden in zwei Gruppen gelost, von denen jeweils die ersten beiden in das Halbfinale einziehen. Innerhalb der Gruppe spielt jeder gegen jeden ein Spiel über zwei Gewinnsätze. Seit 2009 findet das Turnier regelmäßig in der Londoner O2-Arena statt.

 

ATP Finals immer für eine Überraschung gut?

Die ATP Finals ziehen ihre Popularität nicht nur aus dem hochkarätigen Starterfeld, sondern auch aus ihren spannenden und häufig überraschenden Spielverläufen. Alexander Zverevs Sieg aus dem vergangenen Jahr über Novak Djokovic überraschte Experten und Fans gleichermaßen. Auch in diesem Jahr setzte sich ein vermeintlicher Underdog durch. Zwar erreichte Stefanos Tsitsipas 2019 sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon das Achtelfinale und zog bei den Australian Open sogar bis in Halbfinale ein, auf einen Sieg bei den ATP Finals hätten aber wohl nur die Wenigsten gesetzt. Sportwettanbieter wie  Betfair zählen Novak Djokovic bei den kommenden Australian Open mit einer Quote von 2,50 zu den Topfavoriten, obwohl er bei den ATP Finals eher weniger überzeugte. Down Under hingegen scheint ihm wahrlich zu liegen. Sein Erfolg im vergangenen Jahr in der Rod Laver Arena war der siebte in seiner Karriere und machte ihn so zum Rekordsieger der Australian Open. Man darf gespannt sein, ob der Serbe Anfang des kommenden Jahres zu seinem nächsten Streich ausholt.

 

Übernehmen die jungen Wilden?

Bei den diesjährigen ATP-Finals nahmen gleich vier Spieler teil, die zwischen 20 und 23 Jahre alt sind. Daniil Medwedew und Matteo Berrettini sind 23, Zverev 22 und Tsitsipas gar nur erst 20 Jahre alt. Zwar konnte bisher keiner der „jungen Wilden“ einen Grand Slam gewinnen, allerdings haben alle vier in diesem Jahr gezeigt, dass sie mit Recht zur Elite des Tennis zählen. Medwedew beispielsweise sorgte bei den diesjährigen US Open für Furore, als er bis ins Finale einzog. Auch der Spiegel berichtete über seine Wandlung vom „Bösewicht zum heimlichen Liebling“. Sein Service gehört schon jetzt zu dem Besten, was die Tenniswelt zu bieten hat. Gleiches gilt für Zverev oder Tsitsipas, die sich nun beide den Erfolg bei den ATP Finals auf ihrer Visitenkarte stehen haben und auch in den nächsten Jahren die Tour bestimmen werden.

Die ATP Finals haben gezeigt, dass jungen Talente bereitstehen, um die Big Three im Tennis abzulösen. Daniil Medwedew, Matteo Berrettini, Zverev und Tsitsipas nahmen bereits an den ATP Finals teil und dürfen auch bei zukünftigen Turnieren nicht unterschätzt werden.

Quelle: sport-branchenbuch.de

06.11.2019

Fernsehrechte an der Champions League - Das Finale kommt wieder ins Free TV

Nach dem großen Ärger im Mai dürfen die Fußballfans die Champions-League-Endspiele ab der Saison 2021/22 wieder im frei empfangbaren Fernsehen schauen. In der neuesten Ausschreibung der TV-Rechte ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein entsprechendes Angebot nur für das Free-TV enthalten. Das würde erstmals in rund zweieinhalb Jahren beim Finale in München gelten.

Quelle: tagesspiegel.de

26.09.2019

Amilla Marketing: Kleinfeld-Fußball WM live auf SPORT1

Deutschland kämpft um die Titelverteidigung beim Socca World Cup 2019 und SPORT1 ist bei der Weltmeisterschaft mittendrin, überträgt die deutschen Spiele ab 14. Oktober live im Free-TV und auf seinen digitalen Plattformen. Die Sport1 GmbH hat hierfür von der International Socca Federation plattformneutrale audiovisuelle Übertragungsrechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz erworben.

Quelle: esb-online.com

23.09.2019

Profiathleten wollen Ironman kaufen

Eine Gruppe von Sportlern will der Wanda Sports Group die Ironman-Rechte abkaufen. Die "Professional Triathletes Organisation" (PTO) möchte damit mehr Selbstbestimmung in den Sport bringen - und Erlöse neu verteilen.

Quelle: tri-mag.de

21.08.2019

7Sports baut E-Sports-Engagement aus

7Sports, die Sport-Unit von ProSiebenSat.1, hat sich die Lizenzrechte an 'Counter Strike: Global Offensive Major' gesichert. Das E-Sports-Event des Veranstalters StarLadder findet vom 5. bis 8. September 2019 in Berlin statt und zählt zu den weltweit bedeutendsten E-Sports-Games. Das Finale überträgt der Pay-TV-Sender ProSieben Fun live im Fernsehen.

Quelle: new-business.de

07.08.2019

Spannender Aufsteiger: Wie stehen die Chancen von Union Berlin?

Unter großem Jubel stieg Union Berlin über die Relegationsspiele in die 1. Bundesliga auf. Als 56. Erstligist in der Geschichte richten sich viele Blicke auf den Hauptstadtklub, der deutlich mehr Menschen zu mobilisieren scheint als die Hertha. Doch wie stehen die Chancen darauf, den Klassenerhalt in der Eliteklasse zu erreichen? Und wer sind die größten Konkurrenten?

 

Außenseiter trotz namhafter Transfers

Als Aufsteiger ist man in der 1. Bundesliga automatisch gleich der erste Kandidat auf den Abstieg, vor allem wenn es in zwei engen Spielen über die Relegation eine Liga nach oben ging. Genau diese Einschätzung trifft laut vieler Experten auch auf Union Berlin zu. Die Hauptstädter gehen die Aufgabe in der ersten Liga dennoch mit viel Elan an. Warum auch nicht, wenn andere Beispiele wie der FC Augsburg, 1. FSV Mainz 05 oder Fortuna Düsseldorf doch über die Jahre zeigten, wie der Klassenerhalt recht sorgenlos geschafft werden kann?

Besonders viel Aufmerksamkeit erregten die Köpenicker auf dem Transfermarkt, wo Manager Oliver Ruhnert drei bemerkenswerte Namen präsentieren konnte. Der erste war Anthony Ujah, ein Stürmer aus Mainz, der 1,9 Millionen Euro verschlang. Im Juli folgte schließlich der Doppelschlag mit Innenverteidiger Neven Subotic und, nach Berichten von ran, auch Mittelfeldspieler Christian Gentner (beide ablösefrei). Den Ex-Dortmunder und ehemaligen Stuttgarter wie Wolfsburger vereinen viel Erfahrung und jeweils zwei Meisterschaften im Lebenslauf.

Doch sind die Spieler in der Lage, in ihrem neuen Klub sofort Bestleistungen zu fabrizieren? Der Wettanbieter Unibet schätzt die Chancen Unions nach den Neuverpflichtungen nicht zu schlecht ein: Eine Quote von 3,5 (Stand 6. August) gibt es darauf, dass die Berliner sich zum besten der drei Aufsteiger krönen dürfen. Damit liegt die Union vor dem SC Paderborn. Rund um Gentner, Subotic und Ujah besteht ohnehin die Aufstiegsmannschaft, die zum Großteil zusammenblieb. Vor allem die Defensive mit Torwart Rafal Gikiewicz sowie den zuvor agierenden Marvin Friedrich, Ken Reichel, Christopher Trimmel und Manuel Schmiedebach blieb zusammen.

 

Klub lebt von seinem Image in Deutschland

Dass „Eisern Union" in Deutschland vor allem von seinem Image lebt und damit immer wieder mit dem FC St. Pauli verglichen wird, führt zu großer Begeisterung im Umfeld. Die exzellente Stimmung im Stadion An der Alten Försterei tut ihr Übriges. In der Aufstiegssaison war das vergleichsweise kleine Stadion (rund 22.000 Plätze) immer ausverkauft. Die Menschen freuen sich auf Gegner wie RB Leipzig, die bereits zum ersten Bundesliga-Spieltag vorbeischauen, oder Rekordmeister Bayern München. Die größte Vorfreude allerdings besteht auf das Berliner Derby, welches am ersten Novemberwochenende ansteht.

Es ist zugleich das erste Berliner Bundesliga-Derby seit 1977, als Tennis Borussia Berlin aus der 1. Bundesliga abstieg. Mit Union gewinnt die Bundesliga einen Farbtupfer für die oftmals kritisierte Eintönigkeit mit Klubs wie Leipzig, dem VfL Wolfsburg oder der TSG Hoffenheim. Da auch die anderen Aufsteiger 1. FC Köln und Paderborn viel Potenzial mitbringen, wird der Abstiegskampf besonders spannend. Die letzten Jahre zeigten, dass fast jede Mannschaft unter den Strich rutschen kann, wenn es einmal nicht läuft. Kandidaten für den Kampf ums sportliche Überleben sind Fortuna Düsseldorf, FC Augsburg, SC Freiburg, Mainz 05 und FC Schalke 04. Am 16. August rollt der Ball wieder in den deutschen Erstligastadien.

Quelle: sport-branchenbuch.de

10.07.2019

Tödlicher Galopp durch den See

Die Organisation Peta will den Hamburger Rennverein anzeigen, weil im Rahmen der Derbywoche wieder zwei Pferde starben. Der Präsident des Hamburger Rennvereins sagt, er wolle prüfen, "ob das Verhalten von Peta nicht selbst strafrechtlich relevant ist, denn wenn Peta bewusst etwas kriminalisiert, das nicht kriminell ist, dann ist das nicht akzeptabel".

Quelle: sueddeutsche.de

24.06.2019

Überlastete Spitzensportler – Anzeichen erkennen und frühzeitig gegensteuern

Plötzlich wird wieder eine Sportlerkarriere beendet. Doch wie abrupt kommt das Karriereende wirklich? Oder welche Anzeichen gab es schon in der Zeit zwischen den großen Erfolgen bis hin zum Karriere-Aus? Merkmale, die die Sportler selbst und Vereine, Trainer, Manager oder Familien erkennen können und für eine Verbesserung der Situation tätig werden können.

Ob Radrennprofi Marcel Kittel, Biathletin Magdalena Neuner, Tennisprofi Maria Scharapowa usw. Quer durch die Sportarten führt die Liste der Hochleistungssportler, die plötzlich mit unbestimmtem Ende pausieren, ihre Sportlerkarriere früh beenden oder zu unerlaubten oder schädlichen Substanzen greifen.

Dabei sind die Ursachen dafür so individuell wie kollektiv. Zunächst einmal – oder auch oberflächlich betrachtet – geht es darum, Leistung zu erbringen. Und zwar eine zwingend bessere Leistung als alle anderen. Doch wobei geht es dabei im Grunde?

Was die individuellen Ursachen betrifft, so hat jeder Sportler/Mensch unterschiedlichste innere Motive oder auch Bedürfnisse. Sei es Anerkennung, Macht, Perfektion, Harmonie, Sicherheit, Gerechtigkeit oder Effizienz, um nur einige wenige zu nennen. Oft sind die auch nur unbewusst. Jedenfalls nimmt so mancher aller Hand auf sich, um seine Motive (auch sogenannte Prinzipien oder Antreiber) zu erfüllen. Für deren Erreichung werden Physis, Psyche und soziale Beziehungen bis zum Bersten auf die Probe gestellt. Diese Probe bestehen sie vielleicht irgendwann nicht mehr.

Hinzu kommt neben dem eigenen Erfolgsdruck der Druck von außen: von Verein, Trainer, Manager, Öffentlichkeit, Sponsor, Familie und, und, und. Eigentlich wie bei jedem anderen Berufstätigen, der sich in einer rasant verändernden Welt beweisen und gleichzeitig all seinen sozialen Umfeldern gerecht werden muss bzw. möchte. Insofern ist das Thema Leistungsdruck ebenso ein kollektives Thema.

Unter Umständen hat der Stress bei Spitzensportlern eine höhere Potenz als bei Otto-Normal-Verbrauchern. Weil die Verdichtung häufig eine andere ist und ein besonders großer Ehrgeiz des Spitzensportlers hinzu kommt, der in der Regel bereits in sehr jungen Jahren stark ausgeprägt ist. Oder sind es bei Sportlern jeweils individuell andere ganz besonders stark ausgeprägte Motive, die letztlich in Ehrgeiz münden, um das für sie allerwichtigste Bedürfnis zu stillen? So wie beispielsweise manch ein Mensch mit perfektionistischem Handeln eigentlich nach Anerkennung strebt, oftmals unbewusst.

Mögliche Anzeichen für bedenklich hohen Druck bei Hochleistungssportlern: Beispielhafte Merkmale, die unabhängig voneinander oder gleichzeitig auftreten können: Leistungseinbrüche, häufigere Verletzungen/Krankheiten als regulär, regelmäßiges Gefühl von „ich kann nicht mehr“, Unsicherheit über den eigenen Weg, Müdigkeit, häufiger gereizt als regulär, Leere, Hemmungen, Abwesenheit, Traurigkeit, Angst, häufigere Konflikte als üblich, sich eher zurückziehen, erhöhter Alkoholkonsum oder anderes den Druck kompensierendes Essverhalten, nachdenken über leistungssteigernde Substanzen.Entweder spürt man diese Dinge selbst oder Menschen aus dem Umfeld nehmen Veränderungen an dem Sportler wahr – manchmal zu einem früheren Zeitpunkt als der Sportler selbst.

Ausgewählte Ansätze von vielen möglichen, die Situation zu verbessern oder vorzubeugen:

  • Die eigenen und tatsächlichen Stressoren herausfinden, um anschließend den Umgang mit ihnen zu erlernen oder eventuelle innere Blockaden aufzulösen. Mit dem Ziel „Jetzt macht mir die Situation nichts mehr aus, ich bin gelassener“ statt „Augen zu und durch“. Seine Stressoren zu ermitteln bedeutet, zu ergründen welche Aspekte exakt stressen mich im Sport/im Alltag, und zwar im feinsten Detail (nicht generisch etwa „die Öffentlichkeit“ stresst mich, sondern, z.B. meinen Namen in den Rufen zu hören, ihn in der Zeitung zu lesen, die Blicke ...). Stressoren oder innere Blockaden sind äußerst individuell, haben verschiedene Hintergründe und lassen sich jeweils analysieren, um sie daraufhin zielführend zu mindern oder aufzulösen
  • Ein klassisches und wirkungsvolles Mittel, die Balance zu erhalten, ist der regelmäßige Ausgleich zum Leistungssport. Etwas ganz anderes tun, das Spaß macht. Ob sich sozial zu engagieren, zu meditieren, mit Freunden auszutauschen oder, oder, oder. Dieser Ausgleich wirkt als Ressource zum Abschalten und zum Auftanken mentaler, seelischer und physischer Stärke. Falls einmal keine Zeit ist, leisten die Gedanken an die ausgleichende Tätigkeit auch bereits gute Dienste, beispielsweise um sich vor einem/während eines Stressmoments besser zu fühlen.
  • Über die eigenen Rollen Klarheit gewinnen und gegebenenfalls Prioritäten verändern. Ein Sportler hat in der Regel diverse Rollen gleichzeitig inne. Wie beispielsweise die des Team-Mitglieds, des Vaters/der Mutter, der Tochter/des Sohnes, des Studenten, der Freundin, des Werbeträgers, der Klientin ihres Managers, des Arbeitskollegen bei Semi-Profisportlern und, und, und. Das kann zu inneren und äußeren Konflikten führen. Ein erster Schritt zu weniger Druck und mehr Entspannung kann bereits das Bewusstmachen der Rollen-Anteile im eigenen Leben sein. Also wie viel Prozent nimmt welche Rolle ein? Und anschließend die Überlegung, welcher Rolle ich mehr und welcher Rolle ich weniger Zeit und Energie einräumen möchte. Um im dritten Schritt zu schauen, mit welchen Handgriffen ich diese Verbesserung erreichen kann.
  • Mit vergleichsweise einfachen Methoden ist es jedem selbst möglich, positive Emotionen herzustellen, die sich wiederum auf die mentale und körperliche Stärke auswirken: Für sich persönlich positiv assoziierte Dinge, Situationen, Menschen in Erinnerung rufen. Insbesondere vor oder in stressvollen Situationen. Die Veränderung ist auf unterschiedliche Weisen direkt überprüfbar. Etwa indem man die Wucht seiner Emotionen auf einer Skala von 0 bis 10 einordnet – vor und nach Einschaltung seiner positiven Assoziationen. In der Regel sinkt der Wert einhergehend mit dem positiven Gedanken. Beispielsweise liegt die Angst vorher bei 7 und anschließend bei 4. Selbst ein halber Punkt weniger ist bereits ein Fortschritt und sollte als solcher gewürdigt werden. Umgekehrt funktioniert diese Maßnahme ebenfalls, positive Gefühle können noch gesteigert werden.
  • Betrachtung des sportlichen und privaten Umfelds (sogenannte systemische Betrachtung) und wie es auf die eigenen Emotionen und mein Verhalten wirkt. Anschließend erlernen, wie ich innerhalb der Umfelder agieren kann, damit es mir gut geht. Unter Anderem können zusätzliches Know-how über Kommunikation, ihre Wirkungsweisen und Handgriffe zur Kommunikations-Optimierung schon zur Entspannung führen.

Im Grundsatz gilt die Politik der kleinen Schritte, nämlich einzelne Veränderungen Step by Step durchzuführen (selbst, wenn es schnelle Methoden als Ausnahme gibt). Umso leichter sind die Veränderungen schaffbar und es stellen sich Erfolgserlebnisse ein, die wiederum zu psychischer und physischer Resilienz und einem positiven Schneeballeffekt führen.

Ob durch Veränderungen in Eigenregie oder mit Unterstützung eines Coachings, die Chancen und Methodenvielfalt für eine Veränderung in druckvollen Situationen von Sportlern sind groß. Von der Reflexion bis hin zur praxisorientierten Umsetzung im Alltag.

------------------------------------------------------------

Die Autorin

Christiane Gerwing, Hamburg. Zertifizierter Professional Coach für die Bereiche Life- und Business-Coaching sowie Mental-Coaching. Ausgebildete Mediatorin gemäß Mediationsgesetz.

Coaching-Schwerpunkte: Denk- und Verhaltensmuster auflösen – Alternativen entwickeln, schwierige Situationen bewältigen, Stressoren und Blockaden auflösen, Kommunikation optimieren, Entscheidungen herbeiführen, Konflikte bewältigen. Neben beruflicher Laufbahn in der Wirtschaft: sportliche Vergangenheit im Team-Modern-Dance/Deutscher Meistertitel.

GERWING COACHING Christiane Gerwing Feldstraße 66, 20359 Hamburg 040-88 12 88 38, 0172-417 41 58 gerwing@gerwing-coaching-hamburg.de, www.gerwing-coaching-hamburg.de

Quelle: sport-branchenbuch.de